in der divination können verschreibungen auftauchen, wie sie aus einer ärztlichen konsultationen als rezept bekannt sind. nur geht es hier seltener darum, ein mittel einzunehmen, auf dessen (chemische) wirkung vertraut wird, auch wenn dies vorkommen kann. da mit der anderen welt gearbeitet wird, zielen viele verschreibungen auf die wesen dieser welt (geister). sie haben meist für unser verständnis symbolischen, immer jedenfalls rituellen charakter und entziehen sich dem rationalen verständnis. oft handelt es sich um opfer(gaben). es kann darum gehen, eine gestörte beziehung zu einem dieser geister in ordnung zu bringen. manchmal verlangen sie auch für ihre hilfe etwas.
meist sind es kleine dinge, die uns unbedeutend erscheinen mögen (z. b. ein foto an einem bestimmten ort aufstellen, etwas milch in einen fluss leeren), die jemand für sich tun kann. manchmal ist es hilfreich, wenn man ein paar freunde dabei hat, weil zeugen, die mit offenem herzen dabei sind, die wirkung bekräftigen können.
wenn dies gewünscht wird oder bei umfangreicheren verschreibungen (z. b. reinigungsritualen) unterstütze ich die durchführung. diese unterstützung gehört zu einer divination dazu! keine verschreibung soll daran scheitern, dass jemand sich damit unsicher fühlt.
die verschreibungen stammen nicht vom diviner, sondern von den geistern, mit denen er arbeitet. sie stehen damit nicht in seinem belieben. man kann also nicht zu ihm mit der bitte kommen, doch ein soundso-ritual mit ihm zu machen. es ist die divination, die erweist, welches ritual ansteht.
rituale wirken vor allem auf der ebene der anderen welt. daher erscheinen sie manchmal unspektakulär oder man spürt keine grosse veränderung. und plötzlich – später – ist etwas ganz anders oder ein problem einfach nicht mehr da.
in der kultur, aus der die stockdivination kommt, sind tieropfer so alltäglich wie bei uns der verzehr von fleisch. wenn jemand dies nicht möchte, findet sich immer ein anderer weg.